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Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Home, Vehicle-to-Grid – worin bestehen die Unterschiede?

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Ein Elektroauto ist im Grunde genommen eine große mobile Batterie. Zunehmend geht es nicht mehr nur darum, es aufzuladen, sondern auch darum, die Energie zu nutzen, wann immer Strom benötigt wird – auch außerhalb des Fahrzeugs selbst. Das ist die Idee hinter dem bidirektionalen Energiefluss: Energie kann nicht nur zum Auto fließen, sondern auch vom Auto weg. Es lohnt sich zu verstehen, was Vehicle-to-Load (V2L) ist, also die Stromversorgung externer Geräte mit Energie aus dem Auto. Wichtig ist auch zu wissen, dass es zu diesem Konzept zwei weitere Varianten gibt: Vehicle-to-Home (V2H), also die Stromversorgung eines Hauses aus dem Fahrzeug, und Vehicle-to-Grid (V2G), also die Rückspeisung von Energie in das Stromnetz. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Umsetzungsgrad: V2L ist in der Regel am einfachsten und funktioniert oft wie eine Steckdose im Auto, während V2H und V2G typischerweise kompatible Geräte, Konfigurationen und formelle Verfahren erfordern.

V2L, V2H und V2G sind drei Bezeichnungen für dasselbe Konzept: Ein Elektroauto muss nicht nur Strom verbrauchen, sondern kann auch Strom liefern. Der Unterschied liegt darin, wohin diese Energie fließen soll und welchen Umfang die Gesamtlösung hat. Im Folgenden stellen wir drei verschiedene Technologien vor, die Sie kennen sollten, wenn Sie daran interessiert sind, Strom aus einem Elektroauto zu beziehen. Die Begriffe V2L, V2H und V2G beziehen sich auf dasselbe Grundkonzept – Strom kann nicht nur zum Auto fließen, sondern auch vom Auto weg –, beschreiben in der Praxis jedoch drei verschiedene Anwendungsfälle.

Es lohnt sich auch, die Norm ISO 15118 im Auge zu behalten – dabei handelt es sich um ein internationales Normungswerk, das eine sichere Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladegerät ermöglicht (unter anderem einschließlich Plug & Charge, intelligentes Ladestationsmanagement und Vorbereitung auf bidirektionales Laden). Ab dem 1. Januar 2027 treten in der Europäischen Union strengere Vorschriften in Kraft, die sich aus der AFIR-Verordnung (EU 2023/1804) ergeben: Neue und modernisierte öffentlich zugängliche Ladepunkte müssen Interoperabilitätsanforderungen erfüllen, was in der Praxis bedeutet, dass die Norm EN ISO 15118-20:2022 unterstützt werden muss (gemäß dem Zeitplan, der in den Durchführungs- und delegierten Rechtsakten im Rahmen der AFIR beschrieben ist). Aus diesem Grund konzentrieren wir uns bereits jetzt auf Geräte, die auf diese Entwicklung vorbereitet sind – der Zaptec Go 2 ist so konzipiert, dass er ISO 15118-20- und V2G-fähig ist, und Funktionen im Zusammenhang mit diesem Standard sollen durch Updates aktiviert bzw. entwickelt werden, sobald der Markt und die Betreiberimplementierungen bereit sind.

2 Vehicle to Load, Vehicle to Home, Vehicle to Grid

V2L – Strom vom Auto für externe Geräte

V2L (Vehicle-to-Load) ist die einfachste Möglichkeit, ein Auto als Stromquelle zu nutzen. In der Praxis verfügen manche Autos einfach über eine integrierte 230/240-V-Steckdose, sodass Sie Geräte direkt wie an einer normalen Steckdose anschließen können. Wenn Sie jedoch etwas Größeres anschließen möchten oder Ihr Auto keine solche Steckdose hat, wird stattdessen meist ein Adapter verwendet (zum Beispiel vom Typ-2-Ladeanschluss auf 230/240 V). Dies funktioniert gut auf einem Campingplatz, im Garten, in einem Ferienhaus oder bei der Arbeit auf dem Feld und kann manchmal auch in einem Notfall bei einem Stromausfall im Haushalt helfen. In der Regel sind keine baulichen Maßnahmen erforderlich – entscheidend ist, was das jeweilige Automodell unterstützt und welches Zubehör Ihnen zur Verfügung steht.

V2H – das Auto versorgt das Haus mit Strom

V2H (Vehicle-to-Home) bedeutet, das Auto in die Hauselektrik zu integrieren, sodass das Fahrzeug als Energiespeichersystem für den Haushalt fungieren kann. Es kann abends, wenn die Photovoltaikanlage keinen Strom mehr erzeugt, Strom liefern oder bei einem Stromausfall Notstrom bereitstellen. In der Regel versorgt es nicht das gesamte Haus, sondern nur ausgewählte Stromkreise (zum Beispiel die Beleuchtung, den Kühlschrank oder den Router). Deshalb muss geplant werden, was betriebsbereit bleiben soll und wie es sicher an die Verteilertafel angeschlossen wird.

V2G – das Auto speist Energie zurück ins Stromnetz

V2G (Vehicle-to-Grid) ist der traditionellste Ansatz, da das Auto die Energie nicht in den Haushalt, sondern direkt ins Stromnetz einspeist. In der Praxis erfordert dies die Einhaltung der Anforderungen des Netzbetreibers und geeignete technische Lösungen sowie oft auch die Teilnahme an bestimmten Programmen oder Abrechnungsmodellen. Eine solche Konfiguration ist vor allem dort sinnvoll, wo dynamische Tarife oder Flexibilitätsdienste angeboten werden, also in Situationen, in denen das Netz die Rückspeisung von Energie zu bestimmten Zeiten vergütet. Für den Nutzer bedeutet dies potenzielle finanzielle Vorteile, aber auch mehr Formalitäten und Abhängigkeit von den Regeln des lokalen Strommarktes.

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Wie funktioniert V2H in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe?

V2H funktioniert am besten in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage, wenn tagsüber Stromüberschüsse entstehen, während der höchste Verbrauch am späten Nachmittag und Abend anfällt. Anstatt Energie ins Netz einzuspeisen, können Sie das Auto als Puffer nutzen: Laden Sie es tagsüber mit PV-Strom auf und nutzen Sie diese Energie dann im Haushalt, sobald die Sonne keinen Strom mehr produziert. Dies ist eine einfache Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu steigern und Ihre eigene Anlage besser zu nutzen. Ist im Haushalt eine Wärmepumpe installiert, lässt sich ein Teil des Bedarfs ebenfalls auf die Produktionszeiten verlagern, beispielsweise durch die Erwärmung von Brauchwasser zur Mittagszeit oder durch eine sanftere Raumheizung in der Übergangszeit. Am Abend, wenn der Bedarf wieder steigt, kann das Auto im V2H-Modus als Energiespeicher dienen. Dadurch stabilisieren Sie sowohl den Netzverbrauch als auch die Energiekosten.

Wann lohnt sich V2H?

V2H lohnt sich am meisten, wenn das Auto zu den Zeiten, zu denen der Haushalt am meisten Strom benötigt, bereits vor Ort ist. Wenn Sie über eine Photovoltaikanlage verfügen, tagsüber Energie erzeugen und Ihr höchster Verbrauch am Abend anfällt, kann das Auto als Speicher dienen: Sie laden es über die PV-Anlage auf, und ein Teil dieser Energie fließt dann zurück ins Haus. In einem solchen Szenario erzielen Sie einen höheren Eigenverbrauch, ohne eine separate Batterie kaufen zu müssen – vorausgesetzt, Ihr Auto und Ihr Ladegerät unterstützen tatsächlich V2H.

Es lohnt sich jedoch, dies mit einem herkömmlichen Heimspeichersystem zu vergleichen. Eine Heimspeicherbatterie ist in der Regel einfacher und berechenbarer: Sie funktioniert unabhängig davon, ob das Auto in der Garage steht, aufgeladen ist oder für eine Fahrt benötigt wird. V2H bietet einen Vorteil, wenn das Auto häufig zu Hause geparkt ist, Sie ein stabiles Verbrauchsverhalten haben und die im Auto bereits vorhandene Batteriekapazität zusätzlich nutzen möchten. Ist das Auto hingegen tagsüber selten zu Hause oder fährt es abends oft weg, kann sich ein herkömmliches Speichersystem als praktischer erweisen, da es immer verfügbar ist.

Wie sieht eine V2H-Anlage in einem Privathaushalt aus?

Eine V2H-Installation beginnt mit einer kurzen Verbrauchsanalyse: wann und wie viel Energie der Haushalt verbraucht, welche Anlagen bereits vorhanden sind (PV, Wärmepumpe, Tarif, Verteilerkasten) und welche Stromkreise im Notfall mit Notstrom versorgt werden sollen. Anschließend werden kompatible Komponenten ausgewählt – das Auto muss V2H unterstützen und das Ladegerät muss dafür ausgelegt sein; andernfalls ist man auf herkömmliches Laden beschränkt. Der nächste Schritt ist die elektrische Planung: Schutzvorrichtungen, die Art der Stromversorgungsumschaltung und die Entscheidung, welche Stromkreise im Notstrombetrieb laufen sollen (in der Regel die wesentlichen, nicht das gesamte Haus). Nach der Installation werden die Einstellungen für das Laden und den Energieexport konfiguriert, ebenso wie Verbrauchsprioritäten, mögliche Leistungsbegrenzungen und die Integration mit der PV-Anlage, falls das System als einheitliche Anlage betrieben werden soll. Schließlich müssen Tests und die Inbetriebnahme durchgeführt werden, um den Betrieb bei einem Stromausfall und im täglichen Gebrauch zu überprüfen. Dies ist wichtig, da V2H kein einfaches Plug-in-Gerät ist, sondern eine Energieanlage, die sicher ausgelegt und implementiert werden muss.

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Wie hilft Voltmax dabei, ein Haus auf diese Technologie vorzubereiten?

Voltmax hilft dabei, das Thema praxisnah anzugehen – damit die Technologie bei Ihnen zu Hause Sinn macht und sich sowohl bei den Energiekosten als auch im täglichen Komfort konkret bemerkbar macht. Am Anfang steht die Auswahl und Installation einer EV-Ladestation, die auf die elektrische Anlage, die Anschlussleistung und die Art der Fahrzeugnutzung abgestimmt ist – das Aufladen eines Autos über Nacht aus dem Stromnetz unterscheidet sich vom Aufladen unter optimaler Nutzung der Photovoltaik-Energie. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Egal, ob Sie bereits eine PV-Anlage besitzen oder erst planen, Voltmax kann die Installation so vorbereiten, dass sie den Eigenverbrauch unterstützt und mit der Fahrzeugladung kompatibel ist. Beachten Sie: Wenn V2H/V2G für Ihr Fahrzeugmodell nicht verfügbar ist oder zu viele Kompromisse erfordert, ist ein Batterie-Energiespeicher eine sinnvolle Alternative. Damit können Sie PV-Überschüsse für den Abend speichern und die Unabhängigkeit Ihres Haushalts verbessern, ohne von der Fahrzeugkompatibilität abhängig zu sein. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

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