Eine Photovoltaikanlage kann entweder vor der thermischen Sanierung eines Gebäudes oder nach Abschluss der Arbeiten geplant werden. Es gibt keine einheitliche Vorgehensweise, die für jede Immobilie geeignet ist, da die Entscheidung von mehreren Faktoren abhängt: dem Zustand des Daches, der Qualität der Dämmung, der Heizungsanlage und etwaigen geplanten Änderungen des Energieverbrauchs. Die thermische Sanierung eines Wohnhauses sollte anders angegangen werden als die Sanierung einer Scheune, eines Lagerhauses oder eines anderen landwirtschaftlichen Gebäudes. Vor Beginn der Investition lohnt es sich daher zu prüfen, ob in naher Zukunft eine Dachsanierung, Dämmarbeiten, der Austausch der Heizungsanlage oder die Installation zusätzlicher Anlagen geplant sind. Eine solche Analyse – und in komplexeren Fällen ein Energieaudit vor der Installation von Photovoltaikmodulen – erleichtert es, den Umfang der Arbeiten festzulegen und die Photovoltaikanlage nach der thermischen Sanierung richtig zu dimensionieren.
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ToggleIst vor der Installation einer Photovoltaikanlage eine thermische Sanierung erforderlich?
Nicht jedes Gebäude muss erst umfassend modernisiert werden, bevor Photovoltaikmodule installiert werden können. Eine PV-Anlage kann auch schon früher installiert werden, sofern der Zustand des Daches, die geplanten Sanierungsmaßnahmen und der künftige Energiebedarf des Gebäudes bekannt sind. Dies ist besonders wichtig, wenn für die kommenden Jahre Dämmmaßnahmen, der Austausch der Dachkonstruktion, die Modernisierung der Heizungsanlage oder die Installation einer Wärmepumpe geplant sind.
Thermische Sanierung und Photovoltaik dienen unterschiedlichen Zwecken. Die thermische Sanierung reduziert Energieverluste und verbessert den Nutzungskomfort des Gebäudes, während die Photovoltaikanlage Strom erzeugt. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn beide Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt sind, sodass die Photovoltaikanlage so effektiv wie möglich genutzt werden kann.
Wie wirkt sich eine thermische Modernisierung auf die Dimensionierung von Photovoltaikanlagen aus?
Eine thermische Sanierung kann den Energiebedarf eines Gebäudes verändern, weshalb die Leistung einer Photovoltaikanlage nicht ausschließlich auf der Grundlage der aktuellen Stromrechnungen ausgewählt werden sollte. Nach der Dämmung der Wände oder des Daches oder dem Austausch von Fenstern und Türen kann sich der Stromverbrauch für Heizzwecke verringern. Andererseits kann der nachträgliche Einbau einer Wärmepumpe, einer Klimaanlage oder einer mechanischen Lüftungsanlage den Strombedarf erhöhen.
Aus diesem Grund sollte eine Photovoltaikanlage unter Berücksichtigung der künftigen Nutzung des Gebäudes geplant werden. So lässt sich die Anlagenleistung nach Abschluss der geplanten Arbeiten genauer an den tatsächlichen Bedarf anpassen, wodurch das Risiko einer Unter- oder Überdimensionierung der Anlage verringert wird.
Was sollte zuerst kommen – thermische Sanierung oder Photovoltaik?
Es gibt keine einheitliche, für jedes Gebäude geeignete Arbeitsreihenfolge. Die Entscheidung sollte in erster Linie vom Zustand des Daches, vom Umfang der geplanten Modernisierungsmaßnahmen und vom künftigen Energiebedarf des Gebäudes abhängen.
Zunächst die thermische Sanierung
Diese Vorgehensweise ist besonders empfehlenswert, wenn das Gebäude bereits mit elektrischen Geräten wie einer Wärmepumpe, elektrischen Heizmatten oder einer Klimaanlage mit Heizfunktion beheizt wird. Durch die Dämmung des Gebäudes, die Sanierung des Daches oder den Austausch von Fenstern und Türen lässt sich zunächst der Energiebedarf senken; anschließend kann die Photovoltaikanlage entsprechend dem tatsächlichen langfristigen Stromverbrauch des Gebäudes dimensioniert werden.
Zuerst die Photovoltaik
Die Installation einer Photovoltaikanlage kann der erste Schritt sein, wenn das Dach in gutem Zustand ist und derzeit keine größeren Maßnahmen zur thermischen Sanierung geplant sind. Bei der Dimensionierung der Anlage sollten jedoch zukünftige Veränderungen berücksichtigt werden, insbesondere eine geplante Umstellung auf Elektroheizung, wie beispielsweise eine Wärmepumpe, elektrische Heizmatten oder eine Klimaanlage. So lässt sich vermeiden, dass sich die PV-Anlage als zu klein erweist, sobald der Stromverbrauch steigt.
Beide Investitionen zusammen geplant
Durch die gemeinsame Planung von thermischer Sanierung und Photovoltaikanlage lassen sich die Arbeiten an Dach, Dämmung, Heizungsanlage und Elektroinstallation optimal aufeinander abstimmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Arbeiten gleichzeitig durchgeführt werden müssen. Die einzelnen Schritte können zeitlich gestaffelt werden, wobei die richtige Reihenfolge eingehalten und die Photovoltaikanlage auf den künftigen Energiebedarf des Gebäudes abgestimmt wird.
Wie verbindet Voltmax die thermische Sanierung mit Photovoltaik?
Voltmax bewertet ein Gebäude aus einer umfassenderen Perspektive als nur anhand der verfügbaren Fläche für Photovoltaikmodule. Wir berücksichtigen unter anderem den Zustand des Daches, den Dämmungsgrad, die Heizungsanlage, den aktuellen Energieverbrauch sowie geplante Änderungen wie den Einbau einer Wärmepumpe oder einer Klimaanlage oder den Austausch von Fenstern und Türen.
Dadurch lassen sich thermische Sanierung und Photovoltaik als ein zusammenhängender Prozess planen, auch wenn die einzelnen Schritte zeitlich gestaffelt durchgeführt werden. So können der Umfang der Sanierung, die Leistung der PV-Anlage und die Reihenfolge der Arbeiten besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Gebäudes abgestimmt werden.

