Eine Wärmepumpe, das Laden von Elektrofahrzeugen, die Warmwasserbereitung und weitere Elektrogeräte können den Wohnkomfort im Alltag erheblich verbessern. Wenn jedoch mehrere dieser Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, kann die Stromaufnahme aus dem Netz stark ansteigen. Ein typisches Beispiel ist der Abend: Das Auto beginnt nach der Rückkehr von der Arbeit zu laden, die Wärmepumpe läuft, der Warmwasserbereiter schaltet sich ein und in der Küche wird der Backofen benutzt. Jedes dieser Geräte arbeitet normal, doch zusammen können sie eine hohe Spitzenlast verursachen.
In Luxemburg ist dies aufgrund der Art und Weise, wie bestimmte Netzentgelte berechnet werden, sowie aufgrund des Konzepts der Referenzleistung besonders wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf Komfort verzichten oder die Nutzung Ihrer Geräte einschränken müssen. Der Schlüssel liegt darin, deren Betrieb zeitlich besser zu verteilen und Photovoltaik, Energiespeicher sowie ein Energiemanagementsystem zu nutzen, um den gleichzeitigen hohen Strombedarf aus dem Netz so weit wie möglich zu reduzieren.
Inhaltsübersicht
ToggleWas versteht man in Luxemburg unter Referenzleistung und warum ist sie von Bedeutung?
Die Referenzleistung wird in Luxemburg in Kilowatt (kW) angegeben und dient als Maßstab für die aus dem Netz bezogene Strommenge. Wenn ein Haushalt über einen bestimmten Zeitraum mehr Strom bezieht als sein zugewiesener Referenzwert, kann sich dies auf die Höhe der Netzentgelte auswirken. Es handelt sich dabei jedoch weder um eine maximale Leistungsgrenze, die die Nutzer nicht überschreiten dürfen, noch führt eine Überschreitung automatisch zur Unterbrechung der Stromversorgung. Das Hauptziel besteht darin, anhaltende und wiederkehrende Spitzen im Strombedarf zu reduzieren.
Es lohnt sich auch, den Unterschied zwischen einem Kilowatt und einer Kilowattstunde zu erläutern. Ein Kilowatt (kW) beschreibt die Leistung – also wie viel Energie Geräte zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen –, während eine Kilowattstunde (kWh) angibt, wie viel Energie über einen bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Zwei Haushalte können daher im Laufe eines Tages zwar die gleiche Energiemenge verbrauchen, doch in dem Haushalt, in dem ein Elektroauto, eine Wärmepumpe und andere Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, kann es zu deutlich höheren Spitzen im Strombedarf kommen. Diese Verteilung des Stromverbrauchs über die Zeit ist insbesondere im Zusammenhang mit der Referenzleistung von Bedeutung.
Warum können ein Elektroauto und eine Wärmepumpe hohe Leistungsspitzen verursachen?
Ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe allein verursacht nicht unbedingt ein Problem mit hohem Strombedarf. Das Problem entsteht, wenn diese Geräte gleichzeitig mit anderen Geräten mit hohem Strombedarf betrieben werden, wie beispielsweise einem Backofen, einem Induktionskochfeld, einem Warmwasserbereiter oder einem Wäschetrockner. Ihr Strombedarf summiert sich dann, wodurch die aus dem Netz bezogene Strommenge für einen kurzen Zeitraum deutlich ansteigt.
Ein gutes Beispiel ist der Abend, wenn das Auto nach der Rückkehr nach Hause mit dem Laden beginnt, die Wärmepumpe das Haus heizt, Warmwasser bereitet wird und gleichzeitig eine Mahlzeit gekocht wird. Jedes Gerät läuft normal, doch zusammen können sie eine hohe Leistungsspitze erzeugen, die mehrere oder sogar mehrere Dutzend Minuten andauert. Deshalb ist es wichtig, nicht nur zu berücksichtigen, wie viel Energie ein Haushalt über einen ganzen Tag verbraucht, sondern auch, wann einzelne Geräte in Betrieb sind und mit welcher Leistung. Wenn sich ihr Betrieb über die Zeit verteilt, kann derselbe Haushalt eine ähnliche Energiemenge verbrauchen und gleichzeitig in den Spitzenzeiten deutlich weniger Strom aus dem Netz beziehen.
Können Photovoltaik und Energiespeicher den Spitzenbedarf senken?
Ja, beide Lösungen können dazu beitragen, die aus dem Netz bezogene Strommenge zu reduzieren, auch wenn sie auf unterschiedliche Weise funktionieren. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn sie ordnungsgemäß in ein Energiemanagementsystem integriert werden.
Photovoltaik
Eine Photovoltaikanlage senkt den Stromverbrauch aus dem Netz, wenn sie Strom erzeugt und den aktuellen Energiebedarf des Haushalts deckt. Wenn tagsüber die Wärmepumpe läuft, das Auto aufgeladen wird oder andere leistungsstarke Geräte im Einsatz sind, kann ein Teil der benötigten Energie direkt aus den PV-Modulen stammen.
Allerdings kann die Photovoltaik nicht jede Stromnachfragespitze abfedern. Tritt am Abend, in der Nacht oder in Zeiten geringer Winterproduktion ein hoher Bedarf auf, muss Strom aus dem Netz bezogen werden, es sei denn, der Haushalt ist zusätzlich mit einem Energiespeichersystem ausgestattet.
Energiespeicher
Ein Energiespeichersystem ist besonders dann nützlich, wenn der Strombedarf im Haushalt stark ansteigt. Wenn beispielsweise die Wärmepumpe, die Ladestation für Elektrofahrzeuge und andere Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, kann die Batterie einen Teil des benötigten Stroms liefern und so die aus dem Netz bezogene Strommenge reduzieren.
Das bedeutet, dass nicht der gesamte zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigte Strom aus dem Stromnetz bezogen werden muss. Die besten Ergebnisse werden mit einer Anlage erzielt, bei der die Photovoltaikanlage tagsüber den Haushalt mit Strom versorgt und die Batterie auflädt, während die gespeicherte Energie später in Zeiten mit höherem Bedarf genutzt wird.
Ein Energiespeichersystem führt jedoch nicht automatisch in jeder Situation zu einer Verringerung der Spitzenlasten. Eine ordnungsgemäße Konfiguration und Steuerung des Energieflusses sind erforderlich, damit die Batterie den Haushalt in Zeiten des höchsten Strombedarfs tatsächlich unterstützt.
Wie können Sie Ihr Stromverbrauchsprofil überprüfen und Optimierungsmöglichkeiten ermitteln?
Am besten beginnen Sie damit, Ihre aktuelle Referenzleistung und die Daten Ihres intelligenten Stromzählers zu überprüfen. Es lohnt sich, einen Blick auf die Zeiten zu werfen, zu denen Ihr Haushalt am meisten Strom aus dem Netz bezieht, und zu prüfen, ob regelmäßig hohe Werte auftreten, beispielsweise abends, nachdem die Haushaltsmitglieder nach Hause gekommen sind.
Intelligente Stromzähler und Energiesensoren können bei dieser Art von Analyse hilfreich sein, darunter SolarEdge-Lösungen und Sig Sensor-Geräte, die bei Voltmax erhältlich sind. Sie ermöglichen es, die Energieflüsse im Haushalt zu überwachen und zu erkennen, wann der Netzbezug steigt und wann der Bedarf durch die Photovoltaikanlage oder das Energiespeichersystem gedeckt wird. So lassen sich wiederkehrende Spitzen leichter identifizieren und feststellen, welche Geräte gleichzeitig in Betrieb sind.
Im nächsten Schritt gilt es festzustellen, welche Geräte in diesen Zeiträumen gleichzeitig in Betrieb sind. Dazu können beispielsweise die Ladestation für Elektrofahrzeuge, die Wärmepumpe, die Warmwasserbereitung oder Küchengeräte gehören. Anschließend lohnt es sich zu prüfen, ob einige dieser Geräte zu anderen Zeiten oder mit reduzierter Leistung betrieben werden können, ohne dass der Alltagskomfort darunter leidet.
Die Messung selbst ist nur der Ausgangspunkt. Voltmax kann die Daten des Messgeräts mit einer ordnungsgemäß konfigurierten Photovoltaikanlage, einem Energiespeichersystem und einer Gerätesteuerung kombinieren. Ein solches System überwacht die Situation kontinuierlich und hilft dabei, die Ursache des Problems zu beheben, beispielsweise durch eine Anpassung der Ladezeiten für Elektrofahrzeuge, eine Anpassung der Ladeleistung oder die Nutzung gespeicherter Energie in Zeiten mit höchstem Bedarf. Die konkreten Möglichkeiten hängen von der im Haushalt installierten Ausrüstung und deren Konfiguration ab.
Schließlich lohnt es sich zu prüfen, ob ein Teil des Bedarfs durch die Photovoltaikanlage oder ein Energiespeichersystem gedeckt werden kann. Tritt der höchste Strombedarf tagsüber auf, kann die aktuelle PV-Erzeugung eine wichtigere Rolle spielen. Treten Spitzenwerte hingegen am Abend auf, kann ein Energiespeichersystem oder eine geeignete Gerätesteuerung hilfreicher sein. Entscheidend ist daher nicht nur, wie viel Energie der Haushalt verbraucht, sondern vor allem, wann sie verbraucht wird und wie viel Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird.
Wie kann Voltmax dazu beitragen, den Spitzenstrombedarf zu senken?
Eine effektive Optimierung sollte mit einer Analyse des tatsächlichen Stromverbrauchs des Haushalts beginnen. Voltmax kann das aktuelle Lastprofil, die Nennleistung, den Betrieb der Wärmepumpe, die Ladegewohnheiten von Elektrofahrzeugen und die Photovoltaik-Erzeugung bewerten.
Die Analyse kann zudem die Kapazität und die Betriebsstrategie des Energiespeichersystems, die Kommunikation zwischen einzelnen Geräten sowie den Einsatz eines Energiemanagementsystems berücksichtigen. Auf der Grundlage dieser Informationen lassen sich geeignete Einstellungen und Betriebspläne auswählen, um unnötige Überschneidungen zwischen Großverbrauchern zu reduzieren und den Spitzenbedarf zu senken, ohne dabei den Komfort zu beeinträchtigen.
Möchten Sie wissen, wann Ihr Haushalt am meisten Strom verbraucht und was Sie dagegen tun können? Wenden Sie sich an Voltmax. Wir analysieren den Energieverbrauch in Ihrem Haushalt und schlagen Ihnen eine Lösung vor, die genau auf Ihre Anlage, Ihre Wärmepumpe und Ihre Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zugeschnitten ist. Erfahren Sie, wie Sie durch intelligente Zähler und eine richtig konfigurierte Steuerung Ihren Spitzenstrombedarf senken können, ohne auf Ihren gewohnten Komfort verzichten zu müssen.

