In vielen Fällen lässt sich eine bestehende Photovoltaikanlage um ein Energiespeichersystem erweitern, sodass für den Ausbau einer PV-Anlage nicht unbedingt eine komplette Neuanlage erforderlich ist. Eine solche Erweiterung kann die Nutzung der selbst erzeugten Energie steigern, den Strombezug aus dem Netz reduzieren und unter den richtigen Voraussetzungen zu niedrigeren Energiekosten führen. Ein weiterer Vorteil kann darin bestehen, dass die Anlage für den Notstrombetrieb vorbereitet werden kann.
Allerdings reicht es nicht immer aus, einfach nur eine Batterie an die bestehende Anlage anzuschließen. Auch die Kompatibilität mit dem Wechselrichter, die Funktionsweise der gesamten Anlage, die Zeiten mit dem höchsten Energieverbrauch und die Kosten für die Nachrüstung spielen eine wichtige Rolle. Bei manchen Anlagen ist eine relativ einfache Nachrüstlösung möglich, während bei anderen der Austausch oder die Erweiterung ausgewählter Komponenten erforderlich sein kann. Deshalb lohnt es sich, vor der Auswahl eines Energiespeichersystems zu prüfen, wie die bestehende Photovoltaikanlage funktioniert und welche Nachrüstoption am besten geeignet ist.
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ToggleKann ein Energiespeichersystem an eine bestehende Photovoltaikanlage angeschlossen werden?
Ja, in den meisten Fällen lässt sich eine bestehende Photovoltaikanlage um ein Energiespeichersystem erweitern. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Anlage auf genau dieselbe Weise erweitert werden kann. Von besonderer Bedeutung sind dabei der derzeit verwendete Wechselrichtertyp, die Art und Weise, wie die einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind, sowie die bestehende Anlagenkonfiguration.
Wenn der derzeitige Wechselrichter für den Betrieb mit einem Energiespeichersystem ausgelegt ist, dürfte die Nachrüstung relativ unkompliziert sein. Bei älteren oder Standardanlagen kann es erforderlich sein, einen zusätzlichen Batteriewechselrichter zu installieren oder das vorhandene Gerät durch einen Hybrid-Wechselrichter zu ersetzen.
Wann ist ein Energiespeichersystem für eine bestehende PV-Anlage wirtschaftlich?
Ein Energiespeichersystem für eine bestehende Photovoltaikanlage ist am ehesten wirtschaftlich, wenn die Anlage regelmäßig Stromüberschüsse erzeugt, die nicht sofort genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für Haushalte, in denen die Bewohner tagsüber nicht zu Hause sind und der höchste Energieverbrauch am Abend, in der Nacht oder am Morgen stattfindet. In solchen Fällen kann der gegen Mittag erzeugte Strom gespeichert und später genutzt werden, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen.
Auch das Abrechnungssystem für Strom spielt eine Rolle. Im Rahmen eines Net-Billing-Systems kann ein Energiespeichersystem dazu beitragen, den Eigenverbrauch zu steigern und die Menge an Strom, die aus dem Netz bezogen wird, zu reduzieren – insbesondere in Zeiten, in denen Energie teurer ist. Die Investition kann sich besonders in Gebäuden lohnen, die mit einer Wärmepumpe, einer Klimaanlage, einer Elektroheizung oder einer Ladestation für Elektrofahrzeuge ausgestattet sind, da diese Geräte den Strombedarf erhöhen und es einfacher machen, einen größeren Teil der von der Photovoltaikanlage erzeugten Energie zu nutzen.
Allerdings bedeutet der bloße Besitz von Photovoltaikmodulen nicht, dass ein Energiespeichersystem immer wirtschaftlich ist. Wenn der Großteil der erzeugten Energie bereits direkt verbraucht wird, die Überschussproduktion begrenzt ist oder die Kosten für die Aufrüstung der Anlage hoch sind, kann der wirtschaftliche Nutzen deutlich geringer ausfallen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf einer Batterie das tatsächliche Energieerzeugungs- und -verbrauchsprofil zu analysieren, anstatt sich ausschließlich auf die installierte PV-Leistung zu verlassen.
Was sollte man vor der Auswahl eines Energiespeichersystems prüfen?
Vor der Auswahl eines Energiespeichersystems sollten mehrere wichtige Faktoren analysiert werden, da diese sowohl die Rentabilität der Investition als auch den späteren Betrieb des gesamten Systems beeinflussen.
Energieerzeugungs- und -verbrauchsprofil
Der wichtigste Schritt besteht darin, zu ermitteln, wie viel Energie die Anlage erzeugt, wie viel davon ins Netz eingespeist wird und zu welchen Zeiten der Stromverbrauch im Gebäude am höchsten ist. Anhand dieser Informationen lässt sich feststellen, welche Batteriekapazität tatsächlich benötigt wird. Ein zu kleines Speichersystem kann den verfügbaren Überschuss möglicherweise nicht vollständig nutzen, während ein zu großes System die Investitionskosten unnötig in die Höhe treibt.
Zustand und Kompatibilität der Anlage
Der nächste Schritt besteht darin, die bestehende Photovoltaikanlage zu begutachten, insbesondere den Wechselrichter, die Schutzvorrichtungen und die Art und Weise, wie die einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind. Nicht jeder Wechselrichter kann direkt mit einem Energiespeichersystem zusammenarbeiten. In manchen Fällen reicht es daher aus, eine kompatible Batterie auszuwählen, während in anderen Fällen ein zusätzlicher Batteriewechselrichter oder der Austausch des vorhandenen Geräts erforderlich sein kann. Es lohnt sich außerdem, eine mögliche zukünftige Erweiterung der PV-Anlage oder die Anschaffung neuer energieverbrauchender Geräte zu berücksichtigen.
Notstromversorgung
Soll das Energiespeichersystem auch als Notstromversorgung dienen, muss geprüft werden, ob das ausgewählte System diese Funktion tatsächlich unterstützt. Das bloße Vorhandensein einer Batterie bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Haus bei einem Netzausfall mit Strom versorgt bleibt. Erforderlich sind entsprechende Wechselrichterfunktionen, zusätzliche Schaltkomponenten sowie eine klare Entscheidung darüber, ob die Notstromversorgung das gesamte Gebäude oder nur die wichtigsten Stromkreise wie Kühlschrank, Beleuchtung, Internetverbindung oder Heizung abdecken soll.
Braucht jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage einen Energiespeicher?
Ein Energiespeichersystem ist nicht für jede Photovoltaikanlage automatisch eine wirtschaftliche Lösung. Den größten Nutzen bietet es dort, wo regelmäßig Produktionsüberschüsse anfallen und ein erheblicher Teil der Energie erst benötigt wird, nachdem die Module keine Stromproduktion mehr liefern. Ist hingegen der Eigenverbrauch tagsüber bereits hoch oder die Überschussproduktion begrenzt, kann der wirtschaftliche Effekt durch den Einbau einer Batterie geringer ausfallen.
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Ein Energiespeichersystem ist eine ernsthafte Überlegung wert |
Es könnte sinnvoller sein, die Investition aufzuschieben |
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Ein großer Teil der Erzeugung wird ins Netz eingespeist |
Der größte Teil der Energie wird direkt verbraucht |
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Der Spitzenverbrauch wird am Abend verzeichnet |
Die Anlage erzeugt nur geringe Überschüsse |
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Das Gebäude wird im Rahmen eines Net-Billing-Systems betrieben. |
Für die Aufrüstung müssten zahlreiche Systemkomponenten ausgetauscht werden. |
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Es sind neue energieverbrauchende Geräte geplant |
Es liegen keine ausreichenden Daten zum tatsächlichen Verbrauchsverhalten vor. |
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Eine richtig konzipierte Notstromversorgung ist wichtig |
Das einzige Argument ist eine vorübergehend verfügbare Förderung |
Ein Energiespeichersystem sollte daher nicht allein anhand der Leistung der Photovoltaikmodule dimensioniert oder einfach nur deshalb angeschafft werden, weil Batterien mittlerweile eine beliebte Ergänzung zu PV-Anlagen sind. Die Entscheidung sollte auf der Grundlage tatsächlicher Messungen der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs, der Stromrechnungen sowie einer technischen Bewertung der bestehenden Anlage getroffen werden. Nur so lässt sich die geeignete Speicherkapazität ermitteln und beurteilen, ob die Investition tatsächlich die erwarteten Vorteile bringt.
Wie kann Voltmax dabei helfen, eine Photovoltaikanlage um einen Energiespeicher zu erweitern?
Vor der Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage sollten deren Parameter, das Energieverbrauchsprofil und die verfügbaren technischen Optionen analysiert werden. Voltmax hilft dabei, die Kompatibilität der bestehenden Anlage zu prüfen, die geeignete Speicherkapazität auszuwählen und die Erweiterung so zu planen, dass die Nutzung der selbst erzeugten Energie gesteigert und der Betrieb der Anlage an den tatsächlichen Bedarf des Gebäudes angepasst wird.
Als Teil dieser Lösungen bieten wir Breeze-Energiespeichersysteme an, die sowohl auf neue Photovoltaikanlagen als auch auf entsprechend vorbereitete Bestandsanlagen abgestimmt werden können. Der Auswahl einer konkreten Lösung geht eine technische Analyse voraus, um sicherzustellen, dass das Speichersystem nicht lediglich ein zusätzliches Zubehör zur Photovoltaikanlage ist, sondern ein integraler Bestandteil des gesamten Energiemanagementsystems.

